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Neues Leben für die Kirche Herz Mariä: Wohnen und Pflege im Stadtteil

Veröffentlicht am Dienstag, 07.07.2026

Kirche Herz Mariä in Bochum-Günnigfeld kurz vor dem Verkauf

Die Katholische Kirche Wattenscheid plant, die Kirche Herz Mariä an der Kirchstraße in Bochum-Günnigfeld an den Projektentwickler  commonground Real Estate zu verkaufen. Das Areal umfasst neben dem Kirchengebäude auch das alte Pastorat und die ehemalige Kaplanei. Eine Besonderheit in der Umsetzung des Projektes: Das Kirchengebäude selbst soll erhalten bleiben und als Hülle für eine moderne Wohnbebauung dienen. Der Einbau erfolgt in modularer Bauweise, um die Gebäudesubstanz zu bewahren und gleichzeitig zeitgemäße Wohnkonzepte zu ermöglichen.

Propst Jens Watteroth zeigt sich positiv überrascht: „Dass das Kirchengebäude erhalten bleiben soll, war nicht das primäre Ziel unserer Vermarktung. Umso mehr freuen wir uns, dass mit commonground ein Immobilienentwickler gefunden wurde, der diesen Ansatz verfolgt. Gleichzeitig freuen wir uns, dass wir dem Stadtteil einen sozialen Mehrwert hinterlassen können.“ Das Projekt zielt darauf ab, Wohnraum mit sozialen Komponenten zu schaffen – ein Gewinn für den Stadtteil Günnigfeld.

Visualisierung: Max Office.

Informationsveranstaltung mit großer Resonanz

Am 5. Juli 2026 stellte Oguz Kusdil, Geschäftsführer und Gründer von commonground Real Estate , die Pläne in der Kirche Herz Mariä einer breiten Öffentlichkeit vor. Rund 80 Interessierte – darunter Mitglieder der Gemeinde und der Pfarrei, Anwohner:innen und Vertreter:innen aus dem Stadtteil – informierten sich über die zukünftige Entwicklung des Areals. Die Veranstaltung bot Raum für direkte Fragen an commonground sowie Vertreter:innen der Pfarrei und einen ersten Austausch über die Visionen für das Projekt.

Über commonground Real Estate GmbH

Die commonground Real Estate GmbH verfolgt den Anspruch, funktionale, wirtschaftliche und gesellschaftlich wertvolle Lösungen für zentrale Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln. Im Fokus stehen dabei Bildungsgerechtigkeit, Pflegeversorgung und generationenübergreifendes Miteinander – Werte, die auch das Projekt in Bochum-Günnigfeld prägen werden. commonground fokussiert sich daher als spezialisierter Projektentwickler für sozial-Infrastruktur auf die Entwicklung, Planung und den Bau von Kindertagesstätten sowie Wohn- und Betreuungseinrichtungen für Senioren und Menschen mit Unterstützungsbedarf.

Pflegeeinrichtung als erster Bauabschnitt

Auf dem Areal neben der Kirche entsteht als erster Schritt eine stationäre Pflegeeinrichtung. Oguz Kusdil, betont: „Wir arbeiten mit einem deutschlandweit agierenden Träger im Bereich der Alten- und Pflegehilfe zusammen. Zusätzlich sollen Plätze für Kurzzeitpflege entstehen, um den Bedürfnissen des Stadtteils gerecht zu werden.“

Realisierung in zwei Phasen

Das Projekt wird in zwei Abschnitten umgesetzt: Im erster Bauabschnitt Realisierung der stationäre Pflegeeinrichtung und im zweiten Bauabschnitt die Umnutzung der Kirche Herz Mariä zu Wohnraum.

Um die Bearbeitung zu beschleunigen, werden die Bauanträge dazu separat eingereicht, da die Planungen zum Bau der Pflegeeinrichtung schon weiter fortgeschritten sind. Erste Gespräche mit der Stadt Bochum haben bereits stattgefunden, um eine zügige und zielführende Umsetzung zu gewährleisten.

Gottesdienst zum Abschied von der Kirche Herz Mariä

Am 18. Juli um 16 Uhr laden wir herzlich zum letzten Gottesdienst in der Kirche Herz Mariä ein. Genau 130 Jahre nach dem ersten Gottesdienst in Günnigfeld am 19. Juli 1896 nehmen wir Abschied von diesem besonderen Ort. Propst Jens Watteroth wird dem Gottesdienst vorstehen. Die Junge Chorgemeinschaft Günnigfeld unter der Leitung von Nikodem Chronz gestaltet den Gottesdienst musikalisch.

Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es Raum für Begegnung und den Austausch von Erinnerungen. Für Verpflegung ist gesorgt.

Wie geht es für die katholische Kirche vor Ort weiter?

Der Verkauf ist bereits im November letzten Jahres vom Vermögensrat des Bistums Essen kirchenaufsichtlich genehmigt worden. Mittlerweile liegen die Vertragsunterlagen der Kirchengemeinde vor und gehen nun in die Prüfphase. Ziel ist es, die Beurkundung in den nächsten Monaten abzuschließen, sodass das Projekt zeitnah starten kann.

Der Verkauf des Areals bedeutet keineswegs einen Rückzug aus dem Stadtteil. Wie bereits im Pfarreientwicklungsprozess 2018 vereinbart, wird durch das Sozialpastorale Zentrum GiG an der Günnigfelder Str. 34 es weiterhin einen Anlaufpunkt geben. Der Blick auf caritative Themen und gemeinschaftsstiftende Angebote steht hier im Vordergrund.

Außerdem wird die ökumenische Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche Wattenscheid im Stadtteil Günnigfeld fortgeführt. Hierzu zählen der ökumenische Familientisch und die monatlichen ökumenischen Gottesdienste, die ab Ende Juli (26.07.) dann in der evangelischen Christuskirche gefeiert werden.

Ansprechperson

für Presseanfragen oder Rückfragen

Lukas Klein-Wiele

Seelsorger, Pastoralreferent

Pfarreientwicklungsprozess, Firmung (Kooperation Stadt Bochum), Kommunikation, St. Gertrud

lukas.klein-wiele@wat-katholisch.de
0160 . 98709668